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Warum steht in Athen keine Statue von Alexander der Große? Genau, er kam als Besatzer in die Stadt!

Der Guardian überraschte 2009 mit einem Artikel in dem geschrieben stand, dass bekannte griechische Historiker sich gegen eine Aufstellung einer Alexander Statue in Athen stellen. Als Grund hierfür wurde genannt, dass Alexander der Makedonier als Eroberer nach Athen kam. "Seit 1972 würde die Statue staub fangen" schrieb der Guardian.

Jetzt, die Tage ist das Thema einer "Alexander Statue in Athen" wieder Aktuell - eine griechische Politikerin fordert einen "Statuen-Austausch" zwischen Skopje und Athen, die griechische Hauptstadt solle Alexanders Statue von Skopjes Hauptplatz bekommen, Skopje dagegen ne Statue von einem Läufer aus Athen - mehr dazu Hier



Aufgrund dieser Aussage der griechischen Kulturministerin haben wir etwas im Archiv gegraben, und erinnerten uns an einen Artikel aus dem Jahr 2009. Damals berichtete der englische Guradian, dass eine Alexanderstatue schon seit 1972 in den Kammern "verstaube", weil sich griechische Historiker gegen eine Statue des Makedonenkönigs in Athen aussprachen. Denn, Alexander III. von Makedonien kam als Eroberer in die Stadt...

Folgend ein Deutschsprachiger Bericht von Pelagon, danach zwei englischsprachige, darunter ein Ausschnitt aus dem besagten Artikel von The Guardian:


Athener gegen Alexander den Großen!


Eine Statue von Alexander dem Großen sorgt für Streit zwischen der politischen Führung in Griechenland und den griechischen Archäologen.

Der britische Guardian berichtet, dass die Statue schon 17 Jahre im griechischen Kulturministerium läge und man sich bisher nicht hätte einigen können wo die Statue letztlich aufgestellt werden soll. Laut der mazedonischen Nachrichtenagentur MIA fordern nationalistische Politiker, dass die Statue auf einem der großen antiken Plätze Athens aufgestellt werden soll.

Sie argumentieren damit, dass diese Plätze sehr gut besucht seien und man so auch die Gefühle der Leute würdig achten könne, die sich als Nachfolger von Alexander sehen.

Die mächtige Lobby der griechischen Archäologen hingegen, stellt sich in dieser Sache quer, so der Londoner Guardian. Sie lehnen es ab, dass vom König und Eroberer des antiken Mazedoniens eine Statue in der griechischen Hauptstadt aufgestellt wird, denn Alexander hat das damalige antike Griechenland und folglich auch Athen gewaltsam erobert. Nicht zuletzt die Athener haben die Eroberung durch die Mazedonier nie akzeptieren können und folglich auch während der mazedonischen Hegemonie über Griechenland immer gegen die Mazedonier opponiert.

Der Guardian schreibt weiterhin, dass diese Diskussion in Griechenland unbemerkt bleiben könnte, wenn der Namenskonflikt mit Mazedonien wieder aufflammt, was zurzeit allerdings nicht der Fall ist.

Nicht nur Griechenland sondern auch die Republik Mazedonien beansprucht Alexander den Großen als sein kulturelles und historisches Erbe, was auch zur Umbenennung des Flughafens von Skopje in “Alexander der Große” geführt hat. Die Republik Mazedonien jedoch, beansprucht ihn nicht exklusiv für sich wie beispielsweise Griechenland, sondern sieht ihn als europäisches Erbe an.

Auch im Zentrum von Skopje ist eine Statue von Alexander dem Großen geplant. Jedoch herrscht hier im Gegensatz zu Griechenland ein breiter Konsens und so kann ausgegangen werden, dass in naher Zukunft eine Statue von Alexander dem Großen im Zentrum von Skopje aufgestellt werden wird.


Greek eminent historians against statue of Alexander the Great


Monday, 16 February 2009

Image Debate in Greece, one that was kept secret for several weeks by Greek media, perhaps not to embarass the Government.

Thanks to Athens based British journalist from The Guardian, the secret is out. Several prominent (older) Greek historians have been disobeying Athens and had voted against erecting a monument of Alexander the Great.

Greek politicians led by nationalist euforia have pushed for the sculpture to be placed in the center of Athens for greater exposure. However, a handful of historians and archeologists in Athens, who together form a powerful lobby, were against putting a sculpture of the ancient hero in the capital.

According to the group, "Alexander came to Athens as a conqueror, an enemy". The parallel would be if the Polish decided to erect a statue of Hitler in Warsaw.

More Greek historians are raising their voices and displeasure with the Greek Government who via numerous policies spanning 80 years have replaced their history with scenes from a disney movie, the facts with myths.

While trying to usurp the history of a whole region, Athens historians and archeologists are worried Greece may lose the history that rightfully belongs to them.


Zitat aus dem Gurdian:

Greeks argue over status and statue of Alexander


The Guardian, Monday 16 February 2009

For a warrior king who had conquered most of the known world by the age of 33, Alexander the Great never flinched when it came to a fight. But even he might have been left powerless by a row in Greece over the location of a statue, carved in his likeness in 1972.

Seventeen years after its acquisition by the Greek culture ministry, the rendition of the military commander has been gathering dust in a basement storeroom because of fierce controversy over where to put the sculpture. Nationalist-minded politicians, on both sides of the spectrum, believe the statue "rightfully" belongs to a prominent square in the heart of ancient Athens. There, they say, the Macedonian king would not only receive maximum viewing but the reverence he deserves from a people who see themselves as his rightful descendants.

Had it not been for archaeologists, that might have happened. But the purveyors of Greece's past - a powerful lobby in this antiquities-rich country - have strongly resisted the move, saying Alexander came to the capital "as a conqueror"


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