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Die Tragödie der Balkankriege aus der Sicht von Anton Hampl


Anton Hampl wurde 1875 in Jaromjas (Böhmen) geboren und war Präsident der tschechoslowakischen Sozialdemokratischen Partei und anschließend Parlamentsmitglied in der neuen Republik Tschechoslowakei.

In seiner langen Rede zum Thema "Balkan-Föderation", erwähnt Hampl u.a.:
"Die jetzige "Lösung" der makedonische Frage hat ein Volk auf drei Länder (Jugoslawien, Bulgarien und Griechenland) aufgeteilt. Unter dem nationalistischem Druck der einzelnen "Besatzerländer" mussten sich die Menschen von ihrer nationalen Einheit lösen und wurden gezwungen sich zu assimilieren – ein Volk sollte ausgelöscht werden….

Die Tragödie des makedonischen Volkes zeigt sich auch dadurch, dass dieses Volk keine konstitutiven Mächte hatte, und die Nachbarländer dies ausnutzten, ihren “diebischen Appetit” auf Kosten dieses unglücklichen Volkes zu stillen.

Das Orginal (frz.):
“La solution actuelle de la question macedonienne a fait qu`un people enter a ete morcelle entre la Yugoslavie, la Bulgarie et la Grece et soumis a une politique de terreur pour lui faire perde l`unite nationale et l`assimiler a la nation dominante – ou l`exterminer…
La tragedie du peuple macedonien consiste cepandant aussi dans le fait qu`il ne possede pas encore des forces constituantes, et ses voisins en profitent d`une facon effrenee pour satisfaire aux depens de ce malheureux people leurs appetites de lecre et de rapine.”