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The Sydney Mail: Die Rebellion in Makedonien - 1903

Im August 1903 erhoben sich die Makedonier gegen die osmanische Herrschaft. Die Türken schlugen den Aufstand blutig nieder, danach gab es zahllose Übergriffe auf die Bevölkerung. Durch reguläre osmanische Truppen, aber auch durch irreguläre Verbände bestehend aus Albanern in Diensten der Osmanen.

So berichtete der The Sydney Mail and New South Wales Advertiser am Mittwoch den 23. September 1903 über "schreckliche Exzesse türkischer Truppen, insbesondere der Albaner, in den Vilayets von Bitola und Adrianopel".

Als Vilayet unbezeichneten die Osmanen einen Regierungsbezirk, welchen sie ihrerseits als Besatzer einführten. 

Nach dem Bild die Meldung vom  The Sydney Mail and New South Wales Advertiser:



Der Aufstand in Mazedonien.


Österreich und Russland haben in der Türkei gegen die schrecklichen Exzesse türkischer Truppen, insbesondere der Albaner, in den Vilayets von Monastir und Adrianopel protestiert. Einige Albaner wurden zurückgerufen und in ihre Häuser geschickt. In diesem Teil des vilayet von Salonika östlich des Flusses Vardar wurde ein allgemeiner Aufstand ausgerufen.

Der Distrikt wurde in acht Abteilungen unterteilt, von denen je ein bulgarischer Offizier kommandiert. Oberst Zontcheff ist Oberbefehlshaber dieser Aufständischen.

Aufgrund des Mangels an Offizieren hat der Sultan alle Sergeant-Majors zu Leutnants befördert.

Diplomaten sind sich einig, dass die wahllose Verurteilung der Türkei nicht zu rechtfertigen ist. Beide Seiten sind schuld an den Grausamkeiten.

Der "Standard" berichtet, dass einige britische und französische Schiffe mit Salonika in Kontakt bleiben, falls die Mächte gemeinsam handeln sollten.

Russland und Österreich haben ungünstige Antworten auf die bulgarische Note mit der Bitte um Einmischung der Mächte zurückgegeben.

Die Regiziden regieren vollständig König Peter von Serbien, dessen Ministerpräsident droht, einen belastenden Brief zu offenbaren, wann immer der König abweisend ist.


The Rebellion in Macedonia.


Austria and Russia have protested to Turkey against the horrible' excesses of Turkish troops, especially of Albanians, in the vilayets of Monastir and Adrianople. Some Albanians have been recalled, and sent to their homes. A general insurrection has been proclaimed in that portion of the vilayet of Salonika eastwards of the River Vardajr.

The district has been subdivided into eight sections, a Bulgarian officer commanding each. Colonel Zontcheff is Commander-in-Chief of this body of insurgents.

Owing to the scarcity of officers the Sultan has promoted all sergeant-majors to be lieuteuants.

Diplomatists agree that indiscriminate condemnation of Turkey is unjustifiable. Both sides are guilty
of atrocities.

The ' Standard ' says that a few British and French ships are keeping in touch with Salonika in the event of the Powers acting in concert.

Russia and Austria have returned unfavourable replies to the Bulgarian Note asking for the interference of the Powers.

The regicides completely rule King Peter of Servia, whose chief Minister threatens to reveal an incriminating letter whenever the King is refractory.


Literatur:  The Sydney Mail and New South Wales Advertiser (NSW : 1871 - 1912)  Mittwoch 23. September 1903,  Seite 786,  The Rebellion in Macedonia